Die Glocke schreibt zu Thema HOLF

250 orangene Softbälle und viel Spaß: Jetzt wird geholft

Von Stefan Herzog

Im sportlichen Harsewinkel werden schon lange Handbälle ins Tor geworfen und auch der Golfschläger geschwungen. Neu ist, dass auf Initiative der Handballabteilung der TSG Harsewinkel ab sofort  auch „geholft“ werden kann. Holfen ist eine Mischung aus Handball und Golf und  wird draußen gespielt. Die TSG-Handballer haben dazu um die Dreifachhalle herum zwei Parcours erstellt. Und Holfen kann jeder.

250 orangene Softbälle – größer als ein Golf-, aber kleiner als ein Tennisball, zudem bedruckt mit dem Vereinslogo hat die Abteilung dazu angeschafft. Am Mittwoch wurde ein erstes Event mit den Spielerinnen und Spielern verschiedener Jugendmannschaften gestartet. Bei den E-Jugendlichen durften auch die Eltern ihr Können beweisen.

„Knapp 50 Jugendliche haben mitgemacht. Das finde ich eine gute Resonanz für die erste Aktion. Und die haben das wirklich gut gemacht und hatten vor allem Spaß“, sagt Olaf Grintz, der das „Holfen“ nach Harsewinkel geholt hat. Denn der seit gut einem Jahr als Jugendkoordinator Sport für die Handballer tätige Grintz hat die Sportarten-Mischung im Zuge seiner Lehrwartsfunktion im westfälischen Handballverband kennengelernt.

„Das Ganze ist sehr flexibel, das betrifft die Größe der Bälle genauso wie die Parcours. Und dann kann entweder so gespielt werden, dass wie beim Golfen möglichst wenige Würfe benötigt werden oder aber als Speedvariante mit beliebig Würfen aber auf Zeit. Das schafft dann schon einige vom Handball bekannte Drucksituationen“, blickt der 53-Jährige dann auch schon wieder in Richtung Halle. Die Regeln sind einfach: Der Ball wird da aufgenommen, wo er nach dem Wurf liegenbleibt. Mit Ball darf nur ein Schritt Richtung Ziel gemacht werden.

Bei der Premiere am Mittwoch waren für C-, D- und E-Jugendliche zwei Strecken mit je sechs Zielen vorbereitet. Darunter waren Tischtennisplatten auf dem benachbarten Schulhof, Laternenpfähle, aber auch Ziele auf der Rasenfläche hinter der Halle oder an Bäumen.

„Die Karte zum Eintragen der Anzahl der Würfe haben die meisten gar nicht benötigt. Die haben einfach so mitgezählt“, hat Grintz bereits Erkenntnisse für zukünftige „Holf-Events“ gesammelt. Zwischen zehn und 15 Minuten benötigten die zwei bis sieben Teilnehmer pro Bahn für einen Parcours. „Bei der E-Jugend konnten die Kindern ihren Eltern mal was vormachen und zeigen, dass sie es sogar besser können“, freut sich Grintz über einen weiteren Positiveffekt.

Denkbar sind auch „Team-Challenges“ zwischen Senioren- und Jugendmannschaften oder aber bunt gemischte Teams. Die nächste

Gelegenheit zum „Holfen“ – auch für Nicht-Vereinsmitglieder – besteht am Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. Juli.

Hintergrund

Olaf Grintz, Jugendkoordinator der TSG-Handballabteilung sowie Lehrwart im HV Westfalen, hat das Holfen bereits seit einigen Jahren  durch  Nils  Fischer  kennengelernt, der  die  Mischung aus  Handball  und  Golf  als  Geschäftsführer des  HV  Württemberg entwickelt und 2015 vorgestellt hat.

Die Spielidee ist für Vereine, Familien, Mannschaften oder Kleingruppen überall umsetzbar. Gespielt werden kann es im Garten, auf dem Schulhof, an der Bushaltestelle oder im Park. Ziele können Baumstämme, Fahrradständer oder Hinweisschilder sein. Weitergespielt wird von der Stelle, an der der Ball liegengeblieben ist.

Die TSG Harsewinkel will nicht nur ihre Handballer, sondern viele Menschen aller Altersgruppen in Bewegung bringen.

 

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