Berichte der Lokalpresse

Westfalenblatt:

 

Harsewinkel (kra). Die Handballer der TSG Harsewinkel haben am Samstag das Verbandsliga-Spitzenspiel bei der HSG Altenbeken/Buke mit 32:29 gewonnen. „Aber noch lange nicht die Meisterschaft“, trat Manuel Mühlbrandt sofort auf die Euphoriebremse, als er auf den nun schon zehn Punkte betragenden Vorsprung des Spitzenreiters auf den Tabellenzweiten angesprochen wurde. Immerhin räumte der TSG-Trainer ein: „Natürlich wissen wir, dass das ein Riesenschritt zur direkten Rückkehr in die Oberliga war, doch wir müssen jetzt auch noch die nächsten zehn machen.“

Immerhin haben die erleichterten Harsewinkeler nach der sowieso schon fröhlichen Heimfahrt ihre so viel versprechende Ausgangsposition am Samstagabend schon einmal ein wenig gefeiert. „Wir haben noch bei der Prunksitzung des Karnevalsvereins in Harsewinkel vorbeigeschaut“, berichtete „Mühle“ von einem anstrengenden Nachspiel. „Doch ab sofort gilt die Konzentration der nächsten schweren Heimaufgabe gegen den TV Emsdetten II am Freitag.“

Obwohl die HSG Altenbeken/Buke ersatzgeschwächt angetreten war, unter anderem fehlte Mittelmann Nerdin Vunic, verlangte sie dem Spitzenreiter alles ab. Wie beim 30:21 gegen den TuS Brockhagen eine Woche zuvor formierte Mühlbrandt zunächst eine 5:1-Deckung, ging gegen den stärksten Angriff der Liga aber schnell auf ein defensives 6:0 zurück.

Zwar führte die TSG zur Pause mit 15:14, dennoch forderte der Coach („Jungs, wir sind die beste Abwehr der Verbandsliga – nicht Altenbeken“) in der Kabine mehr Galligkeit. Die Ansprache wirkte. Der Tabellenzweite glich noch zum 15:15 aus, doch dann stürmten die Gäste durch Tore von Heiner Steinkühler (2), Nico Schmeckthal (2), Sergej Braun und Malik St. Claire in nur etwas mehr als drei Minuten unwiderstehlich zum 21:15.

„Mit dieser Steigerung haben wir die Partie entschieden“, berichtete Mühlbrandt und mochte keinen Akteur herausheben. „Denn das war eine kollektive Leistung“. Allerdings ging sie auf Kosten einer Verletzung. Heiner Steinkühler knickte in der Abwehr um. „Hoffentlich haben wir diesen Erfolg nicht mit dem Ausfall dieses wichtigen Spielers bezahlt“, unkte Mühlbrandt und war „froh, dass Heiner nach Spielschluss schon wieder gehen“ konnte.

Auch wenn die kampfstarken Altenbekener noch zum 22:26 (49.) und 27:30 (57.) verkürzten, in Gefahr kam die TSG Harsewinkel nicht mehr. Das war auch der Tatsache geschuldet, dass sich ihr Torjäger Felix Bahrenberg (2) bereits Mitte der ersten Halbzeit verletzt hatte. Für Mühlbrandt ist das „ein Grund mehr, diesen schönen Erfolg nicht zu hoch zu hängen“.

TSG Harsewinkel: Schröder, Hendrich – Braun (5), Fröbel (3), Steinkamp, Kalter (3), Schmeckthal (4), St. Claire (8/2), Brown, F. Bröskamp (2), M. Pelkmann, S. Bröskamp (2), P. Pelkmann, Steinkühler (5).

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