NW-Bericht zum Spiel der 1. Herren

Die Handballer der TSG Harsewinkel haben ihre Aufstiegsambitionen mit dem verdient deutlichen 31:24-Sieg gegen Mitfavorit HSG Altenbeken/Buke dick unterstrichen. „Drei Spiele, sechs Punkte, von Mal zu Mal gesteigert und immer noch Verbesserungspotenzial, so darf es weitergehen“, stellte Torhüter Felix Hendrich, auch am Samstag wieder ein starker Rückhalt des Verbandsligisten, zufrieden fest.

Manuel Mühlbrandt war regelrecht stolz auf seine Mannschaft. Und das nicht nur, weil auch er „eine gute Entwicklung“ seit dem zähen Saisonstart gegen die HSG Porta drei Wochen zuvor sieht. „Das war eine extrem schwierige Trainingswoche. Weil mehrere Spieler angeschlagen waren, konnten wir uns nicht so vorbereiten, wie ich mir das vorgestellt hatte.“

Tobias Fröbel kam im Spitzenspiel gegen die hoch gewetteten Paderborner zwar nicht über Kurzeinsätze hinaus. Dafür steuerte mit Heiner Steinkühler aber ein anderes der Sorgenkinder mit wichtigen Treffern, geschickten Kreisanspielen und mutigen Gegenstoßpässen einen erheblichen Teil zu dem nach der Pause erzwungenen Erfolg bei. „Stehst du hinten, triffst du vorne“, erklärte der vom Oberligisten Loxten gekommene Führungsspieler lapidar.

Nach einer mit 12:12 ausgeglichenen 1. Halbzeit, in der die Rückraumreihen den Gegner mit großer Feuerkraft – bei wenig Treffsicherheit – in starre 6:0-Abwehrverbände gezwungen hatten, wurden die Hausherren hinten um den Mittelblock Steinkühler/Schmeckthal/Kalter immer aggressiver und beweglicher. In der Folge verlor Altenbekens wurfgewaltiger Promizugang Felix Bahrenberg (HB Lippe) die Lust und verbrachte den Rest des Spiels auf der Bank. Dem quirligen Nerdin Vunic allein gelang es nicht, den Angriff der Gäste auf Touren zu halten.

Vom 16:16 zum 20:16 setzte sich die TSG Harsewinkel prompt ab, als über die Ballgewinne endlich Gegenstöße gelangen. Weil sich Malik St. Claire sowie Sergej Braun mit ihren Tempotoren das Selbstvertrauen für Treffer von Außen holten, fiel mit mit dem 25:19 durch Nico Schmeckthal bereits die Vorentscheidung. Da der TSG-Kreisläufer mit seiner Entschlossenheit auch fast noch seinen Verteidiger mit ins Tor geworfen hätte, gab es ein Sonderlob von Manuel Mühlbrandt: „Vorbildlich wie Nico geackert hat.“

Hervorgehoben wurde von ihm zudem Nikola Krspogacin, mit neun Treffern der effektivste Rückraumspieler. Für die Bestnote reichte es aber nicht. „Vier Versuche, vier Tore – der Anfang war top. Doch dann hat er wieder versucht, die Entscheidung allein zu erzwingen“, verwies Mühlbrandt auf unvorbereitete Würfe und Fehlpässe Ende der 1. Halbzeit: „Aber danach war Niko wieder da.“ In der Schlussphase profitierten die Gastgeber von Felix Hendrich, der immer sicher wurde, je besser die Abstimmung mit der Deckung klappte. Und schließlich hatte die TSG Heiner Steinkühler. „Diesen Schlagwurf zum 23:19 bei angezeigtem Zeitspiel, den musst du erst einmal bringen“, staunte selbst „Mühle“ über dieses Handball- Leckerli in einem guten Spiel.

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